9 Wachende Beschützer
Shownotes
Wachende Beschützer: Wie du schützt, ohne einzuengen Dein Kind will auf das grosse Klettergerüst. Ganz nach oben. Du siehst zwei Dinge gleichzeitig: Risiko. Und Entwicklung. Was tust du? In dieser Folge geht es um den ersten der drei grossen Elternbereiche: Wachende Beschützer. Nicht als Wächter, der alles verbietet. Nicht als Begleiter, der alles laufen lässt. Sondern als Erwachsener, der präsent ist — und weiss, wann Schutz nötig ist und wann Raum wichtiger wäre. Mal zeigt dir vier konkrete Schutzbereiche, die im Alltag oft übersehen werden. Und sie macht sichtbar, was daraus wird — zwanzig Jahre später.
In dieser Folge:
Warum Kinder überhaupt Beschützer brauchen Das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit — und wie du dort navigierst Die vier grossen Schutzbereiche: Externe Gefahren · Überfordernde Freiräume · Innere Stolpersteine · Hemmende Muster Warum echter Schutz manchmal bedeutet, eine Erfahrung zuzulassen
Deine Frage für diese Woche: In welchem der vier Schutzbereiche bist du eher zu vorsichtig — und wo lässt du eher zu viel laufen?
Neue Kurse, neue Folgen, neue Impulse: Trag dich in den Newsletter ein auf charaktervoll.ch Folg Mal auf Instagram
Mehr über Charaktervoll: https://www.charaktervoll.ch
Transkript anzeigen
00:00:01: Der Podcast für die, die Eltern werden oder es schon sind.
00:00:05: Die heute denken und nicht morgen bereuen!
00:00:09: Du hörst mal zweifache Mutter dreifache Großmutter und Gründerin von karaktervoll.ch.
00:00:18: In diesem Podcast nimmt sie dich mit auf eine Reise in deine Zukunft mit Familie.
00:00:23: Wenn du keine Folge verpasst wirst du mitwachsen Nicht im Tempo sondern in Tiefe.
00:00:32: Hallo, ich bin Mal und heiße dich herzlich willkommen zurück bei Charaktervoll.
00:00:40: Letzte Woche haben wir über die drei großen Aufgabenbereiche von Elternschaft gesprochen.
00:00:46: Du erinnerst dich der wachende Beschützer?
00:00:49: Der Reifeverwalter und die Ressourcenquelle.
00:00:54: Wir haben gemeinsam gesehen diese drei Bereiche prägen was aus deinem Kind wird.
00:01:02: Nicht nur für sein eigenes Leben, sondern auch für die Menschen, die ihm später nahe sein werden.
00:01:08: Heute schauen wir genauer auf den ersten Bereich – Den wachenden Beschützer!
00:01:16: Was bedeutet das im Alltag?
00:01:19: Wie schützt man ohne einzuängen und wo wird aus Fürsorge plötzlich Überbehütung?
00:01:27: Genau darum geht es heute.
00:01:29: Schön, dass du da bist.
00:01:31: Lass uns loslegen!
00:01:34: Beginnen wir mit einer einfachen Frage Warum brauchen Kinder überhaupt Beschützer?
00:01:43: Weil Kinder die Welt noch nicht so einschätzen können wie wir Erwachsenen.
00:01:50: Sie erkennen Gefahren oft nicht.
00:01:53: sie verstehen Folgen noch nicht vollständig.
00:01:57: Sie können Verantwortung Nur Schritt für Schritt, step by step lernen.
00:02:05: Urteilsvermögen wächst mit Erfahrung und Erfahrung braucht einen sicheren Rahmen.
00:02:14: ohne Schutz geraten Kinder in Situationen die sie überfordern oder gefährden.
00:02:20: Ohne Freiheit können Sie nicht wachsen!
00:02:23: Genau da liegt die Aufgabe von Eltern Schutz geben und Entwicklung ermöglichen Nicht nur das eine, nicht nur das andere.
00:02:33: Beides zusammen!
00:02:36: Stell dir vor dein Kind ist fünf Jahre alt.
00:02:40: ihr seid auf dem Spielplatz.
00:02:42: Es möchte auf das große Klettergerüst ganz nach oben.
00:02:47: Du siehst zwei Dinge gleichzeitig Das Risiko und die Möglichkeit der Entwicklung.
00:02:55: Was tust du?
00:02:57: Option eins Du sagst nein Stopp, zu gefährlich!
00:03:02: Bleib unten.
00:03:04: Dein Kind ist sicher aber enttäuscht.
00:03:07: Es lernt.
00:03:09: Ich sollte mich lieber nicht ausprobieren Nichts wagen.
00:03:14: Option zwei Du lässt es einfach machen Ohne Begleitung ohne Hilfe.
00:03:21: Dein kind darf ausprobiert Aber es ist womöglich überfordert.
00:03:26: Vielleicht fällt es.
00:03:28: Es erlebt mehr als es tragen kann.
00:03:32: Option drei Du begleitest, du leitest an Komm.
00:03:37: ich bin da!
00:03:38: Ich kann dir zeigen wie es sicher geht.
00:03:42: Vertraue auf dein Gespür.
00:03:44: Du wirst schon wissen was für dich richtig ist und du wirst spüren wanns reicht an Höhe.
00:03:52: Dein Kind wächst.
00:03:54: Es wächst aber nicht allein gelassen.
00:03:57: Es sammelt Erfahrung in einem geschützten Rahmen.
00:04:01: Das ist wachende Beschützung, das meine ich damit Nicht verhindern nicht einfach laufen lassen anleiten begleiten sichern ermöglichen fördern.
00:04:18: Schauen wir kurz voraus dass Kind dem ständig gesagt wurde das ist zu gefährlich.
00:04:25: Es ist heute erwachsen.
00:04:27: es zweifelt oft an sich.
00:04:29: Neue Wege machen ihm Angst.
00:04:32: Es bleibt eher stehen, obwohl mehr möglich wäre.
00:04:37: Für einen späteren Partner oder eine spätere Partnerin kann das bedeuten – ein gemeinsames Leben voller Zügen und verpasster Chancen!
00:04:48: Das Kind, das immer alles allein machen musste.
00:04:53: Es ist heute erwachsen Es überschätzt sich.
00:04:57: Es prüft Grenzen nur ganz schlecht, wenn überhaupt!
00:05:00: Es geht Risiken ein ohne Folgen mitzudenken.
00:05:04: Für einen späteren Partner oder eine spätere Partnerin kann das bedeuten viel, viel Unsicherheit, viel Chaos, wenig Stabilität.
00:05:16: Das Kind, das begleitet wurde, schauen wir uns das an?
00:05:20: Es ist heute erwachsen es traut sich etwas zu Es kann Risiken einschätzen.
00:05:27: Es wächst mit Verstand und genau darum geht es.
00:05:33: Vielleicht fragst du dich jetzt, was genau sollen Eltern eigentlich schützen?
00:05:40: Ich sehe vier große Bereiche.
00:05:43: die möchte ich mit dir teilen Schutzbereich Eins – ich nenne ihn externe Gefahren.
00:05:52: Das sind Risiken von außen die dein Kind noch nicht einschätzen kann Die heiße Herdplatte, die Straße das tiefe Wasser.
00:06:03: Hier braucht es klare Führung.
00:06:06: Ich gebe dir ein paar Alltagsbeispiele.
00:06:09: Dein Kind will auf die Strasse rennen.
00:06:12: Du hältst es auf und sagst Stopp!
00:06:15: Hier ist Gefahr Klar ruhig aber eindeutig Gut begleitet.
00:06:23: Jahre später kann das heißen Dieses Kind erkennt Risiken.
00:06:29: Es ist nicht ängstlich, aber aufmerksam.
00:07:00: Freiräume.
00:07:03: Das sind Freiheiten, die größer sind als die aktuelle Reife des Kindes.
00:07:10: Hier Alltagsbeispiele.
00:07:12: Dein Kind ist zehn und möchte ein Smartphone mit unbegrenztem Zugang!
00:07:17: So weist.
00:07:18: es kann das noch nicht alles einordnen was dort auf es wartet?
00:07:23: Und auch hier gibt es wieder drei Wege.
00:07:27: Es gibt gar kein Smartphone.
00:07:30: Oder du erlaubst es, du erlaubst alles oder du gibst ihm Zugang aber mit Grenzen und Begleitung.
00:07:39: Der dritte Weg ist oft der stärkste.
00:07:43: Gut begleitet kann das später heißen dieses Kind nutztechnik bewusst.
00:07:53: Es kann online sein ohne sich darin zu verlieren und süchtig zu werden.
00:08:00: Wird es nicht gut angeleitet und begleitet, kann das Jahre später so aussehen.
00:08:06: Entweder ist da die totale Überforderung oder eine mega starke Abhängigkeit Und Beziehungen leiden oft mit wenn jemand körperlich da ist aber innerlich ständig woanders.
00:08:22: Schutzbereich drei Ich nenne ihn innere stolper Steine.
00:08:28: Damit meine ich impulse Gefühle und fehlende Selbststeuerung.
00:08:34: Ich kenne genug junge Menschen, habe genug gesehen um zu sagen Es gibt Menschen die schaffen es sich innerlich nur dann selbst zu steuern wenn sie zum Beispiel Alkohol trinken oder kiffen.
00:08:52: Kinder fühlen sehr intensiv emotional Aber Sie können starke Emotionen noch nicht alleine regulieren.
00:09:02: Auch da brauchen sie Anleitung und Begleitung!
00:09:07: Ich gebe euch auch hier wieder ein Alltagsbeispiel.
00:09:11: Ein Kind ist wütend, es schreit, es slägt Es wirft Dinge durch den Raum.
00:09:19: Was hilft jetzt?
00:09:21: Strafe allein oder laufen lassen?
00:09:27: Nein Beides nicht, sondern Führung, Anleitung, Begleitung mit Nähe.
00:09:36: Ich sehe du bist wütend das ist offensichtlich.
00:09:40: aber Stopp schlagen geht nicht.
00:09:43: ich bleibe bei dir.
00:09:45: wir beruhigen uns jetzt zusammen aber ich respektiere und akzeptiere kein Schlagen.
00:09:53: Schlagen geht nicht.
00:09:56: In unserer Familie schlägt niemand.
00:10:00: Was das heißen kann Jahre später, ein Erwachsener der Gefühle hat aber ihnen nicht ausgeliefert ist du bleibst er bleibt Herr Herrin über seine eigenen Gefühlen übernimmt Verantwortung dafür.
00:10:19: Wenn die Kinder diesbezüglich nicht gut begleitet angeleitet sind dann kann es so aussehen Entweder sind sie innerlich verschlossen oder Sie beherrschen die Szene emotional unkontrolliert.
00:10:36: Beides belastet später eine Liebesbeziehung.
00:10:43: Schutzbereich vier, ich nenne ihn hemmende Muster Das sind Denk- und Verhaltensmuster, die Entwicklung blockieren.
00:10:55: zum Beispiel Nein das kann nicht.
00:11:00: Ich geb sofort auf.
00:11:02: Ich schaff das sowieso
00:11:03: nicht.".
00:11:05: Alltagsbeispiele hierfür?
00:11:07: Dein Kind sagt bei einer Schwierigkeit, nein ich kann das nicht!
00:11:11: Das will ich nicht.
00:11:13: Du könntest jetzt nachgeben oder du könntest es zwingend Druck machen oder du kannst es stärken.
00:11:23: Ich glaube du schaffst mehr als du gerade denkst.
00:11:26: Versuch es noch einmal.
00:11:29: Aber wir versuchen es nochmal.
00:11:33: Gut begleitet und Jahre später kann das so aussehen?
00:11:37: Ein Mensch, da ist ein Mensch herangewachsen der dran bleibt, der Herausforderungen nicht ausweicht – der wachsen kann!
00:11:46: Wird dieses Kind nicht gut angeleitet, kann das auch so sehen?
00:11:51: Entweder schnelle Resignation oder zerstörerische Perfektionismus.
00:12:00: Ein wachender Beschützer zu sein bedeutet, nicht perfekt zu sein.
00:12:04: Es bedeutet reisend zu sein!
00:12:07: Du siehst hin und du bist da.
00:12:11: Einfühlsam zu sein – du spürst was braucht mein Kind gerade?
00:12:16: Schutz oder mehr Raum?
00:12:18: Was ist hier der Punkt?
00:12:20: Früh handeln Nicht erst wenn bereits Schaden entstanden ist.
00:12:26: Erklären Nicht nur Regeln setzen sondern Orientierung geben und Erweisung mitgeben, Gefühle begleiten.
00:12:38: Nicht unterdrücken!
00:12:40: Und Sie den Gefühlen Ihren eigenen Gefüllen auch nicht ausgeliefert lassen, sichere Erfahrungen ermöglichen – und nicht alles verhindern.
00:12:55: Führung geben ohne alles zu kontrollieren.
00:13:00: Wachsamkeit ist keine Überwachung.
00:13:03: Wachsam zu sein, ist liebevolle Präsenz.
00:13:08: Ich sehe dich und ich schaue dazu und achte darauf dass du dich gesund entwickeln darfst das du genug Schutz hast ohne überzubehüten.
00:13:22: Und weißt du Kinder spüren das?
00:13:24: Es gibt in Sicherheit und aus Sicherheit wächst Mut.
00:13:31: Sei gewiss, wir brauchen viel mehr wieder mutige Menschen.
00:13:38: Etwas ist mir besonders wichtig.
00:13:40: Schutz bedeutet nicht jedes Problem zu verhindern.
00:13:43: Manche Fehler dürfen sollen passieren wenn sie nicht gefährlich sind Denn Kinder lernen durch erleben Auch hier Alltagsbeispiele.
00:13:55: Dein Kind gibt sein ganzes Taschengeld sofort für Süßigkeiten aus.
00:14:02: Du hast die Möglichkeit, du könntest es verbieten oder du lässt die Erfahrung zu.
00:14:08: Ein paar Tage später ist das Geld weg!
00:14:12: Das ist unangenehm aber sehr, sehr wertvoll.
00:14:16: Das Kind wird wütend, das Kind wird traurig, das kind will trotzdem was obwohl er kein Geld mehr hat.
00:14:24: Aber dein Kind lernt Entscheidungen haben Folgen.
00:14:29: Das ist eine sichere und gesunde Lektion.
00:14:32: Nicht durch predigen, zwingen, rumschreien sondern durch echtes Erleben!
00:14:41: So ihr Lieben wächst Verantwortung heran.
00:14:46: Heute haben wir über den Wachendenbeschützer gesprochen.
00:14:51: Du bist ein Wachender-Beschützer Und wir haben darüber gesprochen, warum Kinder sie brauchen.
00:14:59: Warum Kinder dich in dieser Funktion brauchen?
00:15:03: Wie Schutz und Freiheit zusammengehören, haben wir angeschaut und welche vier Bereiche besonders Aufmerksamkeit brauchen?
00:15:13: Ich wiederhole Sie dir!
00:15:15: Erstens Schutzbereich externe Gefahren.
00:15:19: Zweitens überfordernde Freiräume.
00:15:24: drittens innere Stalpersteine und viertens hemmende Muster.
00:15:33: Was du heute tust oder auch nicht tust, wirkt oft weit über die Kindheit hinaus.
00:15:42: Vergiss das nicht!
00:15:44: Nächste Woche geht es weiter mit dem zweiten Aufgabenbereich – dem Reifeverwaltert.
00:15:55: Dabei geht es darum, wie förderst du die Reife deines Kindes?
00:16:00: Wie gibst Du Verantwortung Schritt für Schritt ab.
00:16:05: Wie hilfst Du ohne alles zu
00:16:07: übernehmen?!
00:16:10: Darüber sprechen wir in der nächsten Folge!
00:16:15: Ich bin mal von Charaktervoll und ich entwickle immer wieder neue Online-Selbstlernkurse zu diesen Themen, weil ich an eine Zukunft glaube in dir Eltern bewusst wieder Charakter vermitteln wollen.
00:16:35: Mit Klarheit mit Verantwortung und mit Absicht!
00:16:39: Wenn du wissen willst wann ein neuer Kurs startet trage dich doch bitte in meinen Newsletter ein auf charaktervoll.ca Und folge mir auf Instagram.
00:16:52: Meine Frage die ich dir heute Bis zur nächsten Folge Mitgebenmöchte ist diese.
00:17:00: In welchem dieser Vierschutzbereiche bist du eher zu vorsichtig?
00:17:08: Wo lässt du eh zu viel laufen?
00:17:12: Sei ehrlich mit dir, denn Klarheit ist oft der erste Schritt zur Veränderung!
00:17:20: Wenn dir diese Folge geholfen hat, teile sie mit anderen Eltern.
00:17:25: Denn jedes Kind profitiert davon wenn Erwachsene bewusst schützen und zugleich auch wachsen lassen!
00:17:36: Bis nächste Woche.
00:17:37: wir hören uns Deine Mal.
00:17:40: Das war Charaktervoll mit mal.
00:17:43: Wenn du keine Folge verpassen willst, abonniere den Podcast und begleite sie weiter auf dem Weg in deine Zukunft mit Familie.
00:17:51: Mehr findest Du auf karaktervoll.ch.
00:17:54: Bis bald bei Charaktervoll.
Neuer Kommentar