11 Die Ressourcenquelle

Shownotes

Die Ressourcenquelle: Was dein Kind wirklich von dir braucht Du bist die Quelle. Die Verbindung zur Welt. Der Mensch, der gibt, was dein Kind selbst noch nicht bekommen kann. Aber Geben allein reicht nicht. In dieser Folge erzählt Mal von ihrer Grossmutter — und einem Fahrrad, das einfach fallen gelassen wurde. Eine kleine Geschichte. Mit einer Haltung dahinter, die ein Leben lang wirkt. Denn Ressourcen werden nicht nur gegeben. Sie werden übertragen. Von aussen nach innen. Von dir in dein Kind.

In dieser Folge:

Was Kinder wirklich brauchen — jenseits von Essen und Kleidung Was passiert, wenn du grenzenlos gibst — und was, wenn du zu wenig gibst Warum Grenzen das Geben erst wertvoll machen Wie aus äusserer Führung innere Stärke wird Die grössere Perspektive: Was du heute gibst, trägt dein Kind ein Leben lang

Deine Fragen für diese Woche: Wo gibst du deinem Kind zu viel — ohne Struktur? Und wo gibst du vielleicht zu wenig — obwohl es dich bräuchte? Was von dem, was du heute für dein Kind tust, soll es eines Tages selbst können?

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Transkript anzeigen

00:00:01: Der Podcast für die, die Eltern werden oder es schon sind.

00:00:05: Die heute denken und nicht morgen bereuen!

00:00:09: Du hörst mal zweifache Mutter dreifache Großmutter und Gründerin von karaktervoll.ch.

00:00:18: In diesem Podcast nimmt sie dich mit auf eine Reise in deine Zukunft mit Familie.

00:00:23: Wenn du keine Folge verpasst wirst du mitwachsen Nicht im Tempo sondern in Tiefe.

00:00:32: Hallo, ich bin Mal.

00:00:34: Willkommen einmal mehr zurück bei Charaktervoll in der Episode elf!

00:00:42: In den letzten zwei Folgen haben wir über zwei zentrale Aufgaben von Elternschaft gesprochen – über die Wachenden Beschützer und über den Reifeverwalter.

00:00:58: Heute kommt der dritte Bereich die Ressourcenquelle.

00:01:04: Und diese Bereich fühlt sich vielleicht am natürlichsten an, denn Eltern geben sie versorgen Sie kümmern sich Sie sind da!

00:01:17: Aber genau dieser Bereich ist anspruchsvoller als man im ersten Moment denkt Denn es geht nicht nur darum dass dein Kind etwas erhält.

00:01:28: Er hält etwas bekommt.

00:01:30: Es geht darum wie es lernt, mit dem umzugehen was es bekommt.

00:01:37: Ein Kind kommt ohne eigene Ressourcen zur Welt.

00:01:42: Es kann sich nicht selbst ernähren.

00:01:45: Es kann dich nicht selbst schützen!

00:01:47: Es kann nicht entscheiden was es braucht und es kann schon gar nichts selbst dafür sorgen dass es das bekommt.

00:01:56: Es ist uns ausgeliefert.

00:02:00: Ein Kind ist vollständig abhängig.

00:02:04: Es braucht jemanden, der sieht, der reagiert, der trägt, der gibt.

00:02:11: Dabei geht es nicht nur um Essen, nicht nur Umkleidung, Nicht nur um ein Bett, ein Zimmer oder einen Dach über dem Kopf.

00:02:20: Ein Kind braucht viel mehr!

00:02:22: Es braucht Liebe, Zuwendung, Zeit, Aufmerksamkeit und Orientierung.

00:02:30: Es braucht geistige Nahrung, Worte die aufbauen, Grenzen die Halt geben, Ermutigung die Mut macht.

00:02:39: Es braucht jemanden der ihm zeigt wie Leben funktioniert Wie man wartet, wie man teilt, wie Man dankbar ist, wie Mann mit Dingen sorgfältig umgeht, wie MAN mit Menschen umgeht.

00:02:54: All das liegt am Anfang außerhalb seines eigenen Bereichs.

00:03:01: Und genau hier kommst du ins Spiel!

00:03:05: Du bist für dein Kind die Verbindung zur Welt, du gibst ihm was es selbst noch nicht holen kann, du stärkst wo es noch keine Kraft hat, du erklärst wo ist noch nicht versteht, du füllst auf wo es leer isst.

00:03:23: Das ist etwas Unglaublich Wertvolles Aber es ist auch eine große Verantwortung.

00:03:31: Denn dein Kind empfängt nicht nur deine Hilfe, es lernt durch deine Art zu geben wie man später selbst lebt!

00:03:42: Ich möchte dir dazu etwas aus meinem eigenen Leben erzählen.

00:03:56: Ich erinnere mich noch genau, ich kam nach Hause, steh vom Fahrrad ab und lese es einfach fallen.

00:04:04: Für mich war das nichts Besonderes!

00:04:07: Ich war ein Kind, ich war angekommen und das Fahrrad lag dann halt einfach da.

00:04:13: Aber für meine Großmutter war das nicht einfach egal.

00:04:18: Sie kam zu mir – Nicht laut, nicht hart aber sehr klar.

00:04:24: Und sie sagte ungefähr Weißt du?

00:04:28: Dieses Fahrrad ist nicht einfach nur ein Fahrrad.

00:04:33: Dafür hat jemand gearbeitet!

00:04:36: Es ist dein Geschenk, es wurde dir geschenkt und mit Geschenken geht man sorgfältig um.

00:04:44: Das hat sich mir eingeprägt.

00:04:47: Also musste ich das Fahrrad auf seinen Ständer aufstellen.

00:04:54: Ich habe darüber nachgedacht Und hab's tatsächlich nicht mehr gemacht.

00:04:59: Nicht nur der Satz hat nicht beeindruckt, sondern die Art wie sie es gesagt hat, wie sie's mir erklärt hat.

00:05:06: Die ganze Haltung dahinter!

00:05:09: Ich habe gelernt was ich bekomme ist nicht einfach.

00:05:13: selbstverständlich.

00:05:16: meine Großmutter hat mir nicht einfach nur etwas gegeben geschenkt.

00:05:21: Sie hat mir beigebracht wie man mit dem umgeht was man bekommt und genau das ist der entscheidende Punkt.

00:05:31: Als Ressourcenquelle gibst du deinem Kind nicht nur einfach Geschenke, Dinge.

00:05:37: Du prägst seinen Umgang damit!

00:05:41: Du gibst nicht nur Zeit – du prägst wie dein Kind Zeit erlebt.

00:05:47: Du gibts nicht nur Hilfe – duprägst ob dein Kind Hilfe als Geschenk, als Anspruch oder später als eigene Verantwortung versteht.

00:06:00: Gaben und geben alleine Reichen nicht.

00:06:05: Denn dein Kind muss nicht nur bekommen, erhalten!

00:06:11: Es muss lernen wie man empfängt – wie man dankbar wird, wie man sorgfältig wird, Wie man mit Ressourcen tatsächlich umgeht Und irgendwann auch wie man selbst gibt.

00:06:29: Das ist der Weg.

00:06:32: Am Anfang kommt fast alles von dir.

00:06:35: Später soll immer mehr im Kind selbst wachsen!

00:06:39: An Anfang bist du seit ihr als Eltern Alles.

00:06:45: Du gibst deinem Kind Nahrung, Wärme Nähe Struktur Schutz Sprache Orientierung.

00:06:53: Aber das bleibt nicht so.

00:06:56: Mit der Zeit verändert sich deine Aufgabe Hörst du?

00:07:00: Sie verändert sich.

00:07:03: Du gibst nicht mehr alles direkt, du begleitest dein Kind dabei selbst Verantwortung zu übernehmen – Schritt für Schritt!

00:07:13: Nicht plötzlich einfach so, nicht in Härte und schon gar nicht überfordernd aber bewusst Schritt-für-Schritt.

00:07:22: Denn Elternchaft bedeutet nicht ein Kind dauerhaft abhängig zu halten.

00:07:27: Elternschaft bedeutet einem Kind so viel zu geben, dass es eines Tages selbst tragen nehmen empfangen und geben kann.

00:07:40: Und genau hier entstehen zwei Extreme – du kennst es!

00:07:46: Das erste Extrem ist das grenzenlose Geben.

00:07:53: Ich gebe ich bin halt so.

00:07:56: D.h.,

00:07:57: Du gibst immer.

00:07:58: Du räumst immer auf Du erinnerst das Kind immer.

00:08:03: Du organisierst immer, du rätest es immer und du machst immer alles möglich.

00:08:11: Und irgendwann lernt dein Kind etwas dass du gar nicht beabsichtigt hast.

00:08:17: Es lernt ach so ich bekomme alles.

00:08:21: Andere sind zuständig dass es mir gut geht.

00:08:25: Ich muss gar nichts dazu beitragen.

00:08:29: Dann entstehen Anspruchsdenken Bequemlichkeit, Undankbarkeit und Verantwortungslosigkeit.

00:08:39: Nicht weil dein Kind ein schlechtes Kind wäre, sondern weil es nie gelernt hat mit Ressourcen verantwortlich umzugehen.

00:08:49: Das andere Extrem ist Mangel.

00:08:52: So gibt's zu wenig!

00:08:53: Du ziehst dich zurück obwohl dein Kind Unterstützung bräuchte.

00:08:57: Du erwartest Selbstständigkeit bevor innere Kraft bei deinem Kind da ist.

00:09:02: Du lässt ein Kind allein mit Dingen, die es noch gar nicht tragen kann.

00:09:08: Dann passiert auch etwas!

00:09:11: Ein Kind hört irgendwann auf zu erwarten Es hört auf danach zu fragen Es hört nach etwas zu greifen Zu hoffen dass du Zeit hast.

00:09:24: Und vielleicht entsteht innerlich einen Satz im Herzen des Kindes Es lohnt sich ja sowieso nicht.

00:09:34: Ich bin allein, ich muss alles irgendwie selbst schaffen.

00:09:40: Auch das prägt und hörst du?

00:09:42: Das macht nichts stark!

00:09:44: Das präght... Die Aufgabe ist also nicht einfach geben.

00:09:52: Die Aufgabe is richtig geben mit Liebe, mit Klarheit, mit Struktur, mit Grenzen so dass dein Kind versorgt wird und zugleich wachsen kann.

00:10:07: Ich nehme noch einmal Leo aus der letzten Folge, du erinnerst dich?

00:10:12: Am Anfang hatte Leo vieles noch nicht!

00:10:15: Keine Motivation sein Zimmer aufzuräumen – keine Struktur, keine Übersicht, keine innere Orientierung.

00:10:24: Aber – und jetzt kommt's – seine Eltern hatten das alles.

00:10:29: Sie sollten es haben und den Kindern weitergeben.

00:10:35: Sie sollten sie erinnern, in Struktur geben.

00:10:39: Sie motivieren.

00:10:42: aber mit der Zeit hat sich etwas verschoben nur ganz langsam Schritt für Schritt unmerklich was bei Leo zuerst außen war nämlich das was die Mutter ihm immer gesagt hat do this to that wanderte jetzt mit der Zeit und den guten Gewohnheiten, die Leo eintrainiert hatte nach innen.

00:11:15: Die Motivation kam in diesem Moment von innen und nicht mehr von außen.

00:11:22: Irgendwann war es also nicht nur die Mutter, die dachte, das Zimmer müsste endlich aufgeräumt werden, sondern Leo selbst merkte es!

00:11:34: Irgendwan war es nicht mehr nur der Vater der Ordnung hineinbrachte, sondern Leo begann selbst zu ordnen.

00:11:44: Und das ist das Ziel!

00:11:46: Ressourcen werden nicht nur gegeben – sie werden übertragen vom Außen hinein ins Innere von dir außen in dein Kind hinein.

00:12:02: Darum sind Grenzen so wichtig?

00:12:05: Grenzen strukturieren das Geben.

00:12:08: Sie sorgen dafür, dass dein Kind nicht nur empfängt sondern auch beteiligt wird.

00:12:15: Das ist lernt?

00:12:16: Das hat einen Wert.

00:12:19: Dieses ist nicht selbstverständlich!

00:12:23: Ich gehe sorgfältig damit um ich kann mithelfen und ich kann Verantwortung übernehmen.

00:12:32: Grenzen machen aus Versorgung nicht Kälte.

00:12:36: Gute Grenzen Reif.

00:12:40: Und vielleicht merkst du jetzt, hier geht es um viel mehr als nur Alltag!

00:12:47: Es geht nicht nur um Essen, Spielsachen, Kleider oder aufgeräumte Zimmer.

00:12:52: Es geht darum einen Menschen zu formen – ein Menschen der empfangen kann ohne selbstverständlich zu nehmen, was ihm anvertraut wird.

00:13:14: Eine Beziehung, eigene Kinder, Geld ein Job Freundschaften.

00:13:21: einen Menschen der sein Leben gestalten kann.

00:13:27: und wenn du es so anschaust merkst du vielleicht das ist kein Zufall dass ein Mensch wachsen kann das Reife entstehen kann dass aus äußerer Versorgung innere Stärke wird.

00:13:43: Da liegt eine Ordnung dahinter, da liegt eine Idee dahinter!

00:13:49: Ein Kind wird nicht einfach nur größer.

00:13:53: Es soll innerlich tragfähig werden, tragfähiger fürs Leben Und wir als Eltern und Großeltern sind Teil dieses Prozesses.

00:14:07: Deshalb möchte ich dir heute drei Fragen mitgeben.

00:14:11: Erstens, wo gibst du deinem Kind zu viel?

00:14:15: Das heißt, wo gibt's du deinim Kind ohne Struktur?

00:14:19: Zweitens, Wo gibst Du vielleicht zu wenig?

00:14:23: Obwohl es Dich bräuchte Es etwas mehr von Dir bräuchtet?

00:14:31: Und was von dem drittens Was Du heute noch für Dein Kind tust soll es eines Tages selbst können.

00:14:41: Diese Fragen sind nicht dazu da, dich unter Druck zu setzen, sondern sie helfen dir bewusster durch den Alltag zu gehen.

00:14:50: Denn genau dort beginnt Veränderung bei dir, bei euch und bei eurem Kind.

00:14:58: Die Ressourcenquelle ist mehr als Versorgung.

00:15:02: Sie isst der Ort an dem dein Kind lernt, wie Leben funktioniert.

00:15:08: Wie man bekommt, wie man dankbar wird – wie man sorgfältig umgeht, wie Man Verantwortung übernimmt und wie man später anderen Menschen selbst auch gibt!

00:15:22: Ich bin mal von Charakter vor und ich hab vieles gegeben, manchmal echt auch zuviel, manchmal in gewissen Dingen aber auch zu wenig.

00:15:37: Du kannst es heute bewusster machen und damit etwas weitergeben, das dein Kind ein Leben lang trägt!

00:15:46: In den nächsten Folgen gehen wir noch tiefer.

00:15:50: Wir schauen uns an wie Kinder innere Strukturen entwickeln, wie Gewohnheiten entstehen und wie aus äußerer Führung innere Sterke wird.

00:16:04: Schritt für Schritt Denn genau dort entsteht Charakter.

00:16:11: Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, freue ich mich darüber, dass du abonnierst und bitte, dass Du ihn weiter auch teilst und weiter empfiehlst!

00:16:24: Du unterstützt und motivierst mich und andere dabei.

00:16:30: Bis nächste Woche – Ich freu' mich auf Dich!

00:16:33: Deine Mal

00:16:35: Das war Charaktervoll mit Mal.

00:16:38: Wenn du keine Folge verpassen willst, abonniere den Podcast und begleite sie weiter auf dem Weg in deine Zukunft mit Familie!

00:16:45: Mehr findest Du auf charaktervoll.ch.

00:16:49: Bis bald bei Charakter voll.

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